Kanada 2018 – Der 7. Tag

Unser heutiger Gegner aus Devon hat uns zu einem gemeinsamen Team Event eigeladen. Schneeschuh Adventure Tour . Minus 20 Grad schönster Sonnenschein, also alle warm anziehen, mit dem Bus ca. 45min bis Devon, auf dem Parkplatz wurden wir schon vom Gastgeber mit jede menge Schneeschuhe empfangen. Unmittelbar nach dem Ausstieg gab es ein großes Hallo, die Jungs machten sich bekannt, jeder bekam seine Schneeschuhe. Das Anschnallen war unkompliziert, die Gruppe wurde geteilt und ab ging es in die Freie Wildbahn. Da sich der Puls schnell erhöhte, zirkulierte das Blut besser und von Frieren konnte keine Rede mehr sein. Das war jetzt mal richtig Kanadisch. Tiefer Schnee hoch und runter viel Natur zwischen durch Schneeball Schlacht und wer es zu wild treibt der wurde eingeseift. Also alle hatten ihren spaß, am Ende war es zu kurz. Aber eins war zu sehen, die Kanadier haben definitiv ein anderes Kältegefühl. Wir waren eingepackt damit wir überlebten. Die Kanadier waren mit Sommerstoffschuhe ohne Socken unterwegs. War alles ganz normal.

 

Im Anschluss ging es zu einem gemeinsamen Mittagessen und die Teams waren nur bei genauem Hinsehen zu unterscheiden. Die Jungs freuten sich heute Abend auf das Spiel. Nach einer Pause im Hotel wollte die Mannschaft noch mal einen Hockey Store besuchen und da Raimo für alles Verständnis hat wurde der Programmpunkt kurzfristig auf genommen. Nach dem alle Glücklich zurück waren Ging es zum Spiel nach Devon.

Gestern Abend hatten die Eisbären im Rahmen ihrer Kanada-Reise ihr letztes Spiel gegen die NAX-Academy aus Edmonton. Das Spiel fand  jedoch in Devon, einem Vorort Edmontons statt. Es waren genau die Jungs, mit denen wir am Vormittag die Schneeschuhwanderung unternommen hatten – ein AAA Team, der höchsten Ausbildungsstufe in Kanada.

Um 18.30 Uhr war nach einer 7-minütigen Eiserwärmung Spielbeginn. Bei der Erwärmung war schon die gute Technik und Dynamik unseres Gegners zu erkennen. Mit dem ersten Bully wurden die Eisbären in die Defensive gedrückt. Ein Großteil der Juniors hatte im Verlauf des Spieles nur mit sich selber zu tun und es macht jetzt hier wenig Sinn, das Spiel zu analysieren. Nur so viel: Alle haben Lehrgeld bezahlt, sollten in sich gehen und versuchen, die eigene Leistung und den eigenen Leistungsstand zu analysieren und zu hinterfragen.

        

Im Anschluss an das Spiel gab es ein gemeinsames Abendessen. Dies ist das schöne im Sport, daß man nach der Herausforderung eines Spiels respektvoll und kameradschaftlich miteinander umgeht. Beide Teams saßen gemischt beim Essen und es gab keine Berührungsängste, welches eine muntere Kommunikation zwischen den Spielern verdeutlichte. Auch die Trainer und offiziellen nahmen gemeinsam Platz. Es war sehr unterhaltsam und gerade Sven, der in seiner langen Kariere mit vielen kanadischen Spielern zusammen gespielt hatte, war ein angesagter Gesprächspartner. Gegen 24.00 Uhr landeten wir im Hotel an und jeder freute sich auf sein Bett.

Andreas Gensel