Spielbericht: Eisbären vs. Kaufbeuren 10.02. – 11.02.2018

Nach der sehr ereignisreichen Kanada-Reise hieß es für die Eisbären, in den Ligen betrieb zurückzukehren. Wie schaffen die Eisbären es, den Spirit aus Kanada in den normalen Spielbetrieb einzubringen? Mit Kaufbeuren wartete ein Gegner, der in der Süd-Gruppe den 2. Platz belegt und für gute Ergebnisse erzielt hatte.

Nach einer kurzen Warmlaufphase gelang es den Eisbären, den Druck des Gegners zu neutralisieren, selber Spielanteile zu erarbeiten und das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Tore gelangen beiden Teams im ersten Abschnitt jedoch nicht und so ging es mit 0:0 in die erste Pause. Der Anfang war gemacht und jetzt hieß es, im Spiel zu bleiben.

Die Juniors fanden wieder gut ins Spiel, konnten die Intensität erhöhen und so das erste Überzahlspiel erzwingen. Mit guten Passspiel und kontrolliertem Torschuss machten sie Druck zum gegnerischen Tor und 10 Sekunden vor Ablauf der Strafe gelang Oleg Porunow das 1:0. Jetzt kam richtig Schwung ins Spiel und bereits 4 Minuten später gelang nach schönem Zusammenspiel zwischen Danjo Leonhardt, Daniel Visner und Ilja Fleischmann die 2:0-Führung. Kaufbeuren jedoch blieb im Spiel, zeigte weiter Aktivitäten und so gelang den Gästen in der 34. Minute der 1:2-Anschlusstreffer. Aber wie gesagt, die Eisbären waren gut drauf, ließen sich nicht beeindrucken und 2 Minuten später hatten sie erneut ein Überzahlspiel. Wieder gelang ihnen gute Aufstellung und als David Amort den Puck mit Druck zum Tor brachte, reagierte Oleg Porunow schnell  und erhöhte mit seinem 2. Treffer zum 3:1.  Aber auch Kaufbeuren blieb weiter im Spiel und konnte noch vor der zweiten Pause wieder den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielen.  Es blieb also weiter eng und die Mannschaft musste im trotz der Reisebelastungen wach und fokussiert bleiben.

Beide Teams hielten im letzten Abschnitt die Intensität hoch. In der 47. Minute konnte Atli Sveinsson mit einem platzierten Schuss von der Blauen Linie auf 4:2 erhöhen. Es blieb allerdings trotz der 2-Tore-Führung weiterhin kritisch, denn der Gegner gab sich nicht auf und hatte noch immer viel Zug zum Tor. Letztlich ließen  die Eisbären aber nichts mehr anbrennen und waren in der Lage, sowohl Spiel als auch das Ergebnis clever zu verwalten.

 

Ein Punktspielwochenende besteht aber aus zwei Spielen und so sahen sich beide Teams schon am Sonntag wieder. Die ersten 4 Wechsel sahen wirklich gut aus, aber plötzlich war der Biss bei den Jungs weg und sie wollten offensichtlich nur noch spielen. Und dies reicht eben nicht. Am Ende des ersten Drittels stand es 0:2 für Kaufbeuren.

In der Pause war ich bemüht, die Mannschaft zu motivieren und forderte sie auf, wieder Leidenschaft ins Spiel zu bringen. Kaufbeuren gelang allerdings gleich zu Beginn des Drittels die 0:3-Führung, aber die Eisbären kamen zurück, fanden über die Intensität ihren Rhythmus. Nach Toren von David Amort und Oleg Porunow ging es mit 2:3 in die zweite Pause. Jetzt war wieder richtig Druck im Kessel und die Eisbären wollten dieses Spiel unbedingt noch herumreißen.

In der 44. Minute gelang Oleg Porunow mit seinem 2. Treffer der Ausgleich zum 3:3. Die Eisbären blieben spielbestimmend und hatten riesige Chancen, davon 2x mit einem Alleingang, mit 4:3 in Führung zu gehen. Das Spiel war jetzt Spitz auf Knopf und keiner schenkte sich etwas.  Auf einmal wurde allerdings einer der beiden Schiedsrichter wichtig. Paul Fabian bekam für einen Open-Ice-Hit eine 5+Spieldauer-Strafe. Nachdem mehr als 3 Minuten dieser Strafe überstanden waren, gelang Kaufbeuren die 3:4-Führung. Es waren aber noch 6 Minuten zu spielen. Jetzt kämpften die Eisbären verbissen um den Ausgleich und wollten offensichtlich zu viel. Am Ende gewann Kaufbeuren mit 3:7, einem Ergebnis, das dem Spielverlauf bei weitem nicht entsprach. 

Wenn ich den Eisbären einen Vorwurf machen kann, dann der, daß ein Spiel 60 Minuten geht und wir das 1. Drittel verschenkt haben. Aber mittlerweile sind wir 12 Tage ununterbrochen zusammen und es war ein echt hartes Programm in den letzten Tagen. Das Positive überwiegt und die Mannschaft hat sich positiv verkauft, viel gelernt und verdient meinen Respekt.

Ab Morgen beginnt wieder der Alltag und die Jungs sind voll gefordert. Allen Lehrern wünsche ich einen guten Start nach den Ferien. Ich verbleibe mit besten Grüßen

Andreas Gensel