Neuer Stürmer für das Farmteam
Die Eisbären Juniors haben Marc Wittfoth verpflichtet. Der 19jährige kommt von Zweitligisten Freiburger Wölfe, die den Vertrag mit dem Stürmer auflösten.
In dieser Saison absolvierte Wittfoth sechs Partien für die Wölfe und erzielte dabei ein Tor. Letzte Saison spielte er für die Freiburg in der Oberliga und kam in 57 Spielen auf fünf Tore und 12 Assists. Per Förderlizenz bleibt Wittfoth auch für die Freiburger Spielberechtigt.
Durch die Deutschlandcuppause und einer Spielverlegung wegen zahlreich abgestellter Spieler bei U 18 und U 20 Nationalmannschaften wird der Neuzugang sein Debüt bei den Juniors erst am 14.11.08 beim Heimspiel gegen die Roten Teufel Bad Nauheim geben.
Juniorssieg im Kellerduell
In einem an Höhepunkten armen Spiel gewannen die Eisbären Juniors Berlin mit 1:0 (0:0/0:0/1:0) gegen den Herner EV.
Die Juniors mussten im Duell gegen den Tabellenletzten auf die verletzten Patrick Geiger (Auge) und Christian Swärd (Schulter) sowie Norman Martens, der mit dem DEL-Team auf Russlandtrip ist, verzichten.
40 Minuten passierte nicht viel im Wellblechpalast von Berlin. Beide Teams präsentierten nur wenige gute Offensivaktionen. Die Goalies Sebastian Albrecht (Juniors) und Lukas Lang (Herne) hatten nicht viel zu tun. Der Berliner Keeper hinterließ dabei aber den wesentlich besseren Eindruck. Einziger Aufreger war eine Attacke von Hernes Patrick Asselin gegen Gregor Stein, für die der Herner wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt.
Erst im letzten Drittel nahm das Spiel etwas mehr Fahrt auf. „Schuld“ daran das einzige Tor der Partie durch Maximilian Hofbauer, der in der 43. Minute den Puck ins Herner Gehäuse stocherte. Diesen Vorsprung hielten die Juniors bis zum Ende und konnten damit das erste Spiel ohne Gegentor in dieser Saison feiern. Das war aber auch das einzig Positive an dieser mäßigen Partie.
Schiedsrichter: Schütz – Adler, Krah
Strafen: Juniors 10, Herne 16 + 5+20 Asselin (Hoher Stock mit Verletzungsfolge)
Tore:
42:36 1:0 Hofbauer (Walsh, Pohl) 5-4
Halle dreht den Spieß um
Die Eisbären Juniors verloren 2:4 (1:1, 0:2, 1:1) gegen die Saale Bulls. Damit gelang den Gästen die Revanche für ihre Niederlage fünf Tage zuvor. Die Berliner ließen zwingende Torgefährlichkeit vermissen, dazu kamen krasse Abwehrfehler.
Der gute Lauf der kleinen Eisbären ist gestoppt: Das Wochenende endete mit null Punkten und 5:8 Toren. Nach der knappen Niederlage in Nauheim gab es im Wellblechpalast eine relativ deutliche Abfuhr gegen einen Konkurrenten um Platz fünf, den man noch am Dienstag an gleicher Stelle mit 4:2 besiegen konnte. Das neulich so effektive Überzahlspiel fand keine Wiederholung, und auch der furiose Sturmdrang des Heimspiels gegen Leipzig wurde vermisst. Schade für die diesmal blasse Mannschaft - und schade besonders für die 75 sangesfreudigen Eisbären-Fans, die vom mittäglichen DEL-Spiel in den Welli gekommen waren und gute Heimspiel-Atmosphäre erzeugten.
Es war ein Spiel ohne zwei Schweden, die bisher für Furore gesorgt haben. Die Eisbären Juniors leider ohne ihren Goalgetter Christian Swärd, dessen Fehlen schmerzlich bemerkt wurde. Bei Halle war der hochgelobte Verteidiger Fredrik Persson nicht zu sehen. Er hat sich - laut Aussage der Betreuerin des Live-Tickers der Saale Bulls - am Freitag bei Trainer Stastny abgemeldet und lief schon gegen Leipzig nicht mehr auf. “Heimweh” nach Schweden ist die vorgebrachte Begründung, aber auch ein neues Engagement in der Oberliga (oder höherklassig) ist natürlich möglich. Mal schauen, wo Persson wieder auftaucht. In dieser Woche zitierte ihn die “Eishockey-News” mit den Worten: “Sportlich möchte ich weiter nach oben kommen, gerne auch hier in Deutschland.” Na denn, good luck…
Das Team von Halle war mental noch gar nicht auf dem Eis, da stand es schon 1:0. Arturs Kruminsch nutzte die Schläfrigkeit der Gäste nach 58 Sekunden und schoss aus der Halbdistanz ein. Dass weitere 53 Minuten bis zum nächsten Torjubel der Juniors vergehen würden, hätte man zu diesem Zeitpunkt nicht geglaubt. Das erste Drittel brachte optisch überlegene Eisbären, die ihre recht passiven Gegner in die Defensive drängten. Aber Torschüsse und wirkliche Chancen waren selten. Noch weniger als Pascha, der anfangs nicht ganz sattelfest wirkte, bekam Sebastian Albrecht im EHC-Tor zu tun. Dass Halle mit einem 1:1 in die Kabine gehen durfte, war angesichts von gefühlten drei Vorstößen schmeichelhaft. Der Routinier Kasperczyk verwertete ein halbhohes Zuspiel von Kimstatsch. Die Berliner Abwehr griff nicht entschlossen genug zu, sonst wäre der Ausgleich zu vermeiden gewesen.
Im zweiten Abschnitt häuften sich die Nachlässigkeiten der Eisbären gegen jetzt energische Bullen. Ein haarsträubender Stellungsfehler begünstigte das 1:2: ein Treffer, wie man ihn selten sieht. Der Puck wurde von Jan Fadrny wie beim Touchdown im American Football ins Tor getragen und dort abgelegt. Eisbären-Verteidiger Bielke war ungestüm ins Leere geschnellt, bevor ihn der Hallenser gnadenlos austanzte und auch noch Albrecht düpierte. Die gesamte Hintermannschaft wurde übertölpelt. Und auch das 1:3 kurz vor Drittelende entstand aus individuellen Fehlern: Wieder ließen die Bären den überragenden Stürmer Fadrny freundlich gewähren, Torwart Albrecht ließ abprallen, und Kujala traf ohne Probleme im Nachschuss. Nach der mäßigen Angriffsleistung der ersten 40 Minuten zu urteilen, war damit eigentlich die Niederlage besiegelt.
Zum Haareraufen gab auch der Treffer zum 1:4 Anlass: In der neutralen Zone wollte Mangold die Scheibe nicht blind nach vorn dreschen, sondern in der Rückwärtsbewegung absichern, doch - einmal mehr - Fadrny luchste ihm blitzschnell das Spielgerät ab und eröffnete eine traumhaft sichere Kombination: Pass auf Kujala, der auf Thiede, und schon war Albrecht wieder geschlagen. Dagegen hatten die Eisbären Mühe, den nunmehr tadellos haltenden Keeper der Saale Bulls in Gefahr zu bringen. Es gab ein Aufbäumen, aber es gab zu selten einen Mittelstürmer, der vor dem Tor arbeitete und anspielbereit war. Außerdem pfiff der Schiedsrichter zu Ungunsten der Berliner, als ein Foul an Laurin Braun ungeahndet blieb, auf der anderen Seite aber Walsh für eine angebliche “Schwalbe” auf die Strafbank musste. Laute Proteste des Trainerteams waren die Folge.
Hoffnung machte der unerwartete Anschlusstreffer durch Oblinger, der die freiliegende Scheibe nach einem endlich einmal druckvollen Angriff ins Netz spitzelte. Als dann zwei Minuten vor Schluss eine Strafzeit gegen Halle gegeben wurde, nahmen die Bären den Torwart heraus und versuchten mit 6 gegen 4 das Unmögliche. Es war von der Brutto-Spielzeit her wahrscheinlich die längste Belagerung seit Troja: Viele Bullis, viele Chancen, Torwart rein, wieder raus, ein haarscharf verzogener Schuss aufs leere Tor der Juniors… am Ende half alles nichts. Zwanzig Gästefans durften ihre Sieger feiern.
Für die Juniors ist die Niederlage ein Nackenschlag und auch ein Rückfall in jene Zeiten, als sie offensiv wenig zustande brachten, was in dieser Saison bisher eher selten der Fall war. Schon am Dienstag gegen den Tabellenletzten Herne gibt es aber Gelegenheit, besser zu stürmen und öfter zu treffen.
Tore:
1:0 (0:58) Kruminsch (Oblinger, Braun)
1:1 (6:00) Kasperczyk (Kimstatsch, Gross)
1:2 (24:53) Fadrny (Kujala, Pohling)
1:3 (39:30) Kujala (Fadrny, Thiede)
1:4 (43:48) Thiede (Kujala, Fadrny)
2:4 (53:56) Oblinger 6-5
Schiedsrichter: Kühnel – Apel, Kubica
Strafminuten: Eisbären Juniors 6 – Halle 12
Zuschauer: 167
(Sven Crefeld – Radio Eiskalt)
Sieg Dank Powerplay
Mit 4:2 (1:1/2:1/1:0) gewannen die Eisbären Juniors ihr vorgezogenes Oberligaspiel gegen die Saale Bulls 04 Halle. Dabei profitierten die Juniors von ihrem an diesem Tage sehr guten Powerplay.
Das Spiel begann sehr schleppend. Beide Teams taten sich schwer darin, vernünftige Angriffe vorzutragen. So dauerte es bis zur 9. Minute, ehe richtig ernst gemacht wurde. Die Bulls setzten sich erstmals im Drittel der Juniors fest und kamen durch Damian Martin zur 0:1 Führung. Dieser Treffer weckte den Lebensgeist der Juniors. Drei Minuten später der verdiente Lohn, Christian Swärd erzielt in Überzahl den 1:1 Ausgleich. Mehr brachten beide Teams bis zur Pause nicht mehr zu Stande.
Auch im Mittelabschnitt dauerte es lange, bis wieder etwas passierte. Erst als die Juniors wieder in Überzahl spielten, gab es wieder so etwas wie Eishockey zu sehen. Diesmal war es Alexander Oblinger, der nach einem Break Gästekeeper Norbert Pascha zum 2:1 überwinden konnte (31.). Vier Minuten später konnte Georgij Kimstatsch, der das Eishockeyspielen einst in Hohenschönhausen erlernte, Juniorskeeper Sebastian Albrecht mit einem Schuss vom Bullykreis zum 2:2 überwinden. Damit hatte es sich dann aber auch mit den Gästen, was folgte, waren zu viele Strafen für die Bulls, was heute von den Juniors gnadenlos bestraft wurde. Bei doppelter Überzahl konnte Dominik Bielke mit einem fulminanten Schlagschuss die erneute Führung für die Gastgeber erzielen (35.). Mit der Schlusssirene des Mittelabschnitts brachten sich die Gäste dann endgültig auf die Verliererstraße. Halles Jörg Pohling attackiert Patrick Geiger und trifft diesen mit dem Schläger ins Gesicht. Geiger musste ins Krankenhaus gebracht werden, für Pohling war das Spiel beendet.
Die Juniors nutzten das Überzahlspiel aus und kamen durch Norman Martens, der einen Rückhandschlenzer von Dominik Bielke ins Tor abfälschte, zum 4:2 (42.). In der dritten Minute des letzten Drittels dann die nächste Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Halle. Diesmal erwischte es Eric Wunderlich, der Berlins Christian Swärd mit dem Schläger im Gesicht traf. Die Juniors hielten dieses Ergebnis bis zum Ende und konnten damit wichtige Punkte im Kampf um Platz 5 gewinnen. Die Juniors haben nun 5 Punkte Vorsprung auf Herne und Halle. Freitag müssen die Juniors nach Bad Nauheim, am Sonntag empfängt man dann um 16:00 Uhr erneut die Saale Bulls.
Schiedsrichter: Franz – Dieberg, Witting
Strafen: 8 + 10 Stein (Check gegen Kopf- oder Nackenbereich), Halle 16 + 2x 5+Spieldauer Pohling, Wunderlich (Beide hoher Stock mit Verletzungsfolge)
Tore:
08:43 0:1 Martin (Thiede, Kuhlee)
10:50 1:1 Swärd (Hanusch, Kruminsch) 5-4
30:08 2:1 Oblinger (Braun, Martens) 5-4
33:23 2:2 Kinstatsch (Kasperczyk, Gross)
36:47 3:2 Bielke (Hanusch, Kruminsch) 5-3
41:55 4:2 Martens (Bielke, Braun) 5-4



