Eisbären verlieren auf der Strafbank

Es gibt ja diese berühmte Floskel, man würde auf der Strafbank keine Spiele gewinnen. Auf das erste Aufeinandertreffen der Eisbären gegen Titelverteidiger ECDC Memmingen trifft diese zu, denn insgesamt fünf Überzahltreffer waren hauptverantwortlich für die 1:9-Niederlage (1:2/0:3/0:4) am Samstag.
Wieder aus dem Vollen schöpfen konnte Eisbärentrainer Sebastian Becker. 16 Feldspielerinnen konnten aufgeboten werden, im Tor begann Marie Düsberg.
Mit 17 Feldspielerinnen reiste Memmingen in Berlin an, Emma Schweiger hütete das Tor. Zum Pinktober war sogar Maskottchen Bully in den Welli gekommen, Glück bringen sollte das allerdings nicht.
Memmingen ging als Favorit in dieses Spiel und zeigte auch gleich wieder warum. Die Eisbären spielten zwar gut mit, aber Memmingen traf. Jeweils in Überzahl konnten Carina Strobel (4.) und Marie Delarbre (10.) die Gäste in Führung bringen. Die Eisbären versuchten zwar ins Spiel zurückzukommen, aber viel ließ Memmingen bis zur ersten Pause nicht mehr zu. Eine Sekunde vor der Pause gelang den Eisbären aber doch noch der Anschlusstreffer, Kathrin Fring sorgte für neue Hoffnung.
90 Sekunden waren im 2. Drittel gespielt, da traf Memmingen zum 1.3. Wieder in Überzahl traf Nikola Eisenschmid per Nachschuss. Die Eisbären kämpften zwar weiter, aber auch der nächste Treffer ging an den Titelverteidiger. Wieder in Überzahl konnte Taylor Day den Puck oben ins Eck schießen (29.).Und es sollte nicht der letzte Überzahltreffer in diesem Drittel sein, denn drei Minuten vor der 2. Pause traf Taylor Day zum 1:5 und wieder hatten die Indians eine Spielerin mehr auf dem Eis.
83 Sekunden nach Wiederbeginn zeigten die Indians, dass sie auch bei „normaler“ Besetzung können. Taylor Day verwandelte eine schöne Vorarbeit zum 1:6. Es blieb nicht der letzte Treffer dieses Spiels, denn sieben Minuten vor dem Ende traf Sonja Weidenfelder zum 1:7. Marina Swikull konnte nach 56 Minuten auf 1:8 erhöhen und traf 19 Sekunden vor dem Ende zum 1:9-Endstand.
Der Sieg von Memmingen war verdient, sie waren nicht nur wegen der Überzahltore das bessere Team. Der Einsatz stimmte aber und das macht Hoffnung, nicht nur für das zweite Spiel zwischen beiden Teams am Sonntag um 13:00 Uhr.
Schiedsrichter: Simakov – J. Blandin, F. Gläser
Strafen: EJBF 14 (6/8/0), ECDC 10 (4/2/4)
Tore:
0:1 (03:07) C. Strobel (M. Delarbre) PP1; 0:2 (09:52) M. Delarbre (C. Strobel) PP1; 1:2 (19:59) K. Fring;
1:3 (21:30) N. Eisenschmid (K. Jobst-Smith) PP1; 1:4 (28:06) T. Day (M. Delarbre) PP1; 1:5 (36:01) T. Day (C. Strobel) PP1;
1:6 (41:23) T. Day (M. Delarbre); 1:7 (52:29) S. Weidenfelder (T. Day); 1:8 (54:41) M. Swikull; 1:9 (59:41) M. Swikull;