ElternTurnier Asche oder flamme

Traditionen können zuweilen auch einen etwas staubigen Charakter haben, doch wir halten uns eher an das Zitat Thomas Morus „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“ Und so trafen sich heute die Altersklasse U10 und U13 zu ihrem traditionellen Elternturnier.

Doch bevor der Spaß los gehen konnte, stand heute eine gut dreistündige Trainingseinheit vor der Brust der Kinder. Schwerpunkt der heutigen Übung war, die Kinder für die nötige Stabilität, welche unabdingbar in einem so schnellen und körperlichen Spiel ist, zu schärfen. Grundlagen hierfür sind Konzentration und Kraft. Beides lässt sich durch einfache und  kleine Übungen erlernen beziehungsweise trainieren. Eine kleine Theorierunde, in der kurz und knapp grundlegende Prinzipien erklärt wurden, wurde durchgeführt.Theorie muss auch mal sein Die Anspannung unserer jungen Spieler war deutlich zu spüren. Ja heute kam wirklich was neues auf sie zu. Weder das übliche Zeit und Platzproblem an den Wochentagen stand im Weg noch die fehlende Aufmerksamkeit der Kinder, geschuldet der späten Trainingsuhrzeit. Ziel war es Ängste und Bedenken abzubauen und Sicherheit und Spaß zu fördern.  In zwei Stationen leiteten die Trainer durch Vormachen und Erklären an. Schnell wurde so Unbekanntes zu Neuen, was sich im anschließenden Eltern-Kind-Turnier deutlich zeigte. 

Pratzen für die Stabilität t

Nach der Mittagspause und der Stärkung am Buffet, welches die Eltern organisiert hatten  ging es dann endlich zu Sache. Aufgrund unserer guten Nachwuchsarbeit waren dieses Mal sogar drei Spiele, durch die Trennung der Altersgruppen U10 und U13 möglich. 

Spiel 1.

Die erste Begegnung war die Fortsetzung des letzten Turniers, doch diesmal sind die Kinder U13 Spieler. Sie trafen auf hochmotivierte Eltern. Das Coaching übernahm unser Traditionscoach Robbi. Er teilte die Eltern mit fachlichem Auge gekonnt auf und trieb sie zu Höchstleistungen an. Doch das half alles nichts. Den Eltern gegenüber standen Kinder, die mit der Gelassenheit einer erfolgreichen Saison im Rücken, in jeder Sekunde des Spiels überlegen war. Locker zwangen sie den Eltern ihr Spiel auf und ließen nicht einmal einen Gnadentreffer zu. Mit vielen, vielen Toren zu Null gewannen sie.

Spiel 2.

Staub abklopfen und Krone richten hieß es bei den Eltern oder vielmehr einsammeln, was nach dem Überrollen des U13-Zuges überblieb. Nun, wenn es vielleicht an einigen Dingen mangelte aber Spaß und Motivation waren es sicher nicht. Im zweiten Spiel stand unsere fast komplett neu besetzte U10 Mannschaft vor den Erziehungsberechtigten. Nur wenige „alte Hase“ bleiben, aber diese Weisen hervorragend den neuen Spielern den Weg. Und die noch unerfahrenen Spieler machen auf dem großen Feld eine sehr gute Figur. So fiel direkt Sekunden nach dem Anpfiff das erste Tor der U10. Schocksituation für unsere Eltern. War die Hoffnung doch groß, hier deutlich als Gewinner vom Feld zu gehen. Aber Eisbären sind nun mal Eisbären und Training ist durch nichts zu ersetzen. So machten es die Jüngstes es den Ältesten schon richtig schwer am Ende mit einem Tor Vorsprung als Sieger vom Platz zu gehen.

Spiel 3.

Das letzte Spiel des Tages diente vor allem den Eltern Luft zu holen und zu akklimatisieren. Die U10 traf auf die U13. Ein klassisches Trainingsduell, welches wir hoffentlich in Zukunft noch sehr häufig sehen werden. Unnötig zu erwähnen, dass die erfahrenen Spieler der U13 nichts anbrennen ließen aber nötig zu erwähnen ist es, dass den U10 Spieler ihr ehren Treffer gelang. Aus Partien wie diesen gehen alle als Sieger vom Feld. Sei es zu erkennen, dass lange schnelle Pässe oft auch durch Tore belohnt werden oder eben die gesteigerte Herausforderung der kleinen Spieler, die durch diesen Druck im Spiel geformt werden. 

Videobeweis und mehr

Fazit

Und so ging auch dieser Tag zu Ende. Ziel solcher Events ist vordergründig die Leistung seiner eigenen Kinder eben nicht nur von oben zu bewerten, sondern einmal direkt zu spüren, was ein Kind zu leisten im Stande ist. Dazu läßt es die Hockeyfamilie zusammen wachsen, aus Fremden werden Freunde auf Kinder- sowie auf Elternseite. Es schafft Verständnis für die Arbeit der Trainer und läßt das so selbstverständlich erwartete Spiel etwas differenziert erscheinen.

So bleibt, mich bei allen Beteiligten des Tages zu bedanken. Ihr habt diesen Tag ganz „traditionell“ zum Erlebnis gemacht. Die Flamme wurde heute weitergegeben.