Eisbären holen in Ingolstadt einen Punkt – oder: die zwei Gesichter der Eisbären

Sehr unterschiedlich verliefen die Spiele der Eisbären Juniors beim ERC Ingolstadt. Einer zu hohen Niederlage am Samstag folgte ein Punktgewinn am Sonntag. Hier die Berichte zum Wochenende.

Erst gut gespielt, dann aber doch hoch verloren

30 Minuten konnten die Eisbären in Ingolstadt gut mithalten, nutzten aber die vorhandenen Torchancen nicht aus. Ingolstadt machte das besser und gewann am Ende klar mit 8:1 (3:0/4:1/1:0).
In Ingolstadt treten Berliner Teams schon fast traditionell mit etwas dünneren Kader an. So war es auch diesmal, 13 Feldspielerinnen und Lilly Günther im Tor fuhren mit nach Bayern. Die Gastgeberinnen boten drei Reihen auf, Julia Huber begann im Tor.

Ingolstadt begann mit viel Druck, aber die Eisbären standen hinten gut und sie griffen auch mit an.
So kamen beide Teams zu Torchancen. Der erste Treffer gelang dem ERCI, nach neun Minuten wurde Nicola Eisenschmid nicht energisch genug am Torschuss gehindert und das nutzte sie zur 1:0 Führung. Beide Teams hatten weitere Chancen und nach 13 Minuten nutzte Kristin Schmid eine dieser Chancen zum 2:0 für die Gastgeberinnen. Die erste Strafzeit des Spiels wurde auch ausgenutzt. Die Eisbären kassierten diese und Kristin Schmid bekam den Puck schön vorgelegt. Der Rest war Formsache und so stand es nach 18 Minuten 3:0. Da die Eisbären ihre Chancen nicht nutzten und Ingolstadt kein weiterer Treffer gelang, blieb es nach 20 Minuten bei diesem Spielstand.

Das 2. Drittel begann mit einer kleinen Druckphase von Ingolstadt, die aber unbeschadet überstanden wurde. Und mit dem ersten Angriff gelang den Eisbären der Anschlusstreffer. Hanna Amort nutzte einen Abwehrfehler aus und nach 54 Sekunden stand es 3:1. Zwei Minuten später lagen die Eisbären aber wieder mit drei hinten, denn Emma Terres konnte auf 4:1 erhöhen. Die Eisbären gaben aber nicht auf und sie konnten sich im Laufe des Drittels sogar Vorteile erspielen. Der nächste Treffer ging trotzdem auf Ingolstadt, denn Emma Terres nutzte eine Chance zum 5:1 nach 34 Minuten. Nun gab es doch einen Bruch im Spiel der Eisbären und zwei Minuten später führt ein weiterer Konter zum 6:1 durch Nicola Eisenschmid. Nun lief es wieder bei Ingolstadt und Kiersten Falck zwei Minuten vor der 2. Pause zum 7:1.

Das Spiel war entschieden, es ging aber darum sich weiter gut zu verkaufen. Die Eisbären kämpften auch weiter, auch wenn Ingolstadt nun mehr Spielanteile hatte. Bis fünf Minuten vor dem Ende konnten die Eisbären einen weiteren Gegentreffer verhindern, dann gelang es Kiesten Falck auf 8:1 zu erhöhen. Bei diesem Ergebnis blieb es am Ende und wieder einmal haben die Eisbären zu hoch verloren.

Schiedsrichter: D. Shilkitus – S. Kriebel, S. Pletzer
Strafen: ERCI 6 (0/2/4), EJBF 4 (2/0/2)
Tore:
1:0 (08:06) N. Eisenschmid (J. Hammerl, C. Hoffmann); 2:0 (12:34) K. Schmid (L. Kübler, S. Sabus); 3:0 (17:14) K. Schmid (K. Falck, E. Byszio) PP1;
3:1 (20:54) H. Amort; 4:1 (22:52) E. Terres; 5:1 (33:59) E. Terres (N. Eisenschmid, A. Lanzl); 6:1 (35:03) N. Eisenschmid (A. Lanzl, E. Terres); 7:1 (37:01) K. Falck (N. Eisenschmid, S. Sorsha,);
8:1 (54:13) K. Falck (E. Byszio, K. Schmid);

Punkt erkämpft
Eine ganz starke Leistung lieferten die Eisbären am Sonntag ab und holten verdient einen Punkt. Mit 3:2 (1:1/1:0/0:1) gewann der ERC Ingolstadt nach Verlängerung.

Bei Ingolstadt gab es bei der Aufstellung eine Veränderung, Lisa Geml stand diesmal im Tor. Das machte die Aufgabe für die unverändert angetretenen Eisbären aber auch nicht leichter.
Ingolstadt versuchte gleich wieder Druck aufzubauen und hatte so wieder Vorteile. Die Eisbären hielten aber dagegen und so gab es nur wenige Torchancen. Eine Einzelleistung brachte den ersten Treffer des Spiels. Emma Teres setzte sich durch und erzielte nach neun Minuten das 1:0. Doch die Eisbären schlugen zurück. Im Anschluss an eine Strafe blieben die Berliner im Angriff und Vanessa Gasde konnte eine Vorlage zum 1:1 verwerten (11.). Bis zur Pause hatten beide Teams weitere Chancen, Ingolstadt ein paar mehr. Einen weiteren Treffer gab es aber nicht. Etwas Glück hatten die Eisbären nach 13 Minuten, als die Latte einen weiteren Gegentreffer verhinderte.

Nach 85 Sekunden Spielzeit fiel im 2. Drittel der nächste Treffer. Emma Terres kam an den Puck, zog trocken ab und es schlug im Berliner Tor ein. Ingolstadt hatte zunächst weiterhin mehr Spielanteile, dann aber kamen auch die Eisbären immer öfter gefährlich vor das Tor des Gegners. Es sollte aber der einzige Treffer dieses Drittels bleiben.

Es blieb ein spannendes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Beide Torhüter mussten gefährliche Situationen entschärfen. Am Ende versuchten es die Eisbären ohne Torhüter und wurden belohnt.
Acht Sekunden vor Schluss gelang Bailey Wright der verdiente Ausgleich.

Die Verlängerung dauerte allerdings nur 15 Sekunden, dann machte Kristin Schmid den Sieg für Ingolstadt perfekt.
Dennoch war es insgesamt eine starke Leistung der Eisbären und mit etwas mehr Glück wäre auch mehr möglich gewesen. Am kommenden Wochenende geht es für die Eisbären weiter, dann kommt der EC Bergkamen zu den letzten Heimspielen der Hauptrunde in den Welli.

Schiedsrichter: D. Harrer – A. Loosly, D. Spiegel
Strafen: ERCI 0 (2/2/0), EJBF 0 (2/0/4)
Tore:
1:0 (08:22) E. Terres; 1:1 (10:54) V. Gasde (N. Kamenik, H. Amort);
2:1 (21:25) E. Terres (N. Eisenschmid, S. Sabus); 2:2 (59:52) B. Wright (R. Fawcett, V. Gasde);
3:2 (60:15) K. Schmid (K. Falck, J. Hammerl);