Kanada 2018 – Der 2. Tag

Der Flug war ausgesprochen angenehm und kurzweilig. Wir landeten pünktlich in Calgary und uns empfingen Temperaturen von -20 Grad und ein bedeckter Himmel. Bis auf eine Eishockeytasche war auch das gesamte Gepäck angekommen.

Ankunft in Calgary

Unser langjähriger Partner Fred, von der International Hockey Academy hier in Calgary, hatte uns mit Pizza am Flughafen empfangen. Mit dem Bus ging es zur WINSport-Arena, welche im Olympic Park liegt, wo wir nach einer kurzen Besichtigung der Arena, die sehr großzügige Kabine bezogen. Anschließend ging es ins Hotel, in welchem wir nun schon zum dritten Mal zu Gast sind. Die Zimmer wurden verteilt und es zog schnell Ruhe ein. Aber schon ab 4.00 Uhr morgens waren die ersten wegen der Zeitverschiebung wieder wach und es wurde unruhig auf den Gängen des Hotels.

Frühsport

Zu meiner Überraschung  traf sich ein Teil der Mannschaft im Fitnessbereich des Hotels und war sehr früh schon sportlich aktiv. Da die Vorgängerteams der Juniors immer einen guten Eindruck beim Personal des Hotels hinterlassen hatten, ließ sich Hubert, der aus Kärnten stammende Frühstückskellner des Delta Hotels, extra für uns zum Dienst einteilen und begrüßte uns sehr herzlich. Die Wiedersehensfreude war groß und es gab viel zu erzählen. Nach dem Frühstück ging es wieder in die Winsport-Arena, wo das Team von Robin Regehr, einem langjährigen NHL-Spieler mit der Erfahrung von mehr als 1.000 NHL-Spielen, empfangen wurde. Aus dem Stand und ohne Berührungsängste entwickelte sich eine interessante Talk-Runde, wobei die Jungs mit interessanten Fragen und gutem Englisch aufwarteten.

  

Das erste Spiel

Anschließend ging es zum warm-up und um 11.30 Uhr begann das erste Spiel. Es war zu sehen, daß die Jungs noch schwere Beine hatten und nur langsam ins rollen kamen. Eine gute Angriffseröffnung  von Leon Steinberger auf Pascal Dopatka konnte dieser gut weiterführen, sah Kevin Handschuh und der verwandelte zum 1:0. So ging es in die erste Pause.

Dort versuchten Sven und ich der Mannschaft Selbstvertrauen zu geben und dahingehend zu motivieren, über die Intensität besser ins Spiel zu kommen. Die Mannschaft war auch bemüht, dies umzusetzen, aber es fehlte irgendwie der Rhythmus. In der 25. Minute gelang Danjo Leonhardt ein langer Pass auf Ilja Fleischmann, welcher mit der Rückhand direkt auf Daniel Visner ablegte und mit drei schnellen Schritte stand dieser alleine vorm gegnerischen Torwart und ließ den Puck flach unter die Schoner zum 2:0 ins Tor rutschen.

Eigentlich sollte dieses Tor etwas Sicherheit geben. Der Gegner nahm eine Auszeit und die zeigte leider beim Gegner Wirkung und 3 Minuten später stand es nur noch 1:2. Die Mannschaft arbeitete jedoch intensiv weiter und erneut Daniel Visner konnte den alten 2-Tore-Vorsprung zum 3:1 wieder herstellen. Aber wie gesagt, der richtige Rhythmus fehlte noch immer und die Fehler häuften sich. Am Ende des 2. Drittels stand es 3:3. Jetzt hieß es, irgendwie wieder ins System zurückzukommen und kompakter zu agieren.

Es dauerte bis zur 55. Minute, als ein konsequent zu Ende gespielter Angriff durch Paul Fabian abgeschlossen und dadurch der Endstand zum 4:3 erzielt wurde. Am Ende gelang die Turniereröffnung mit einem trotz allem verdienten Sieg und wir waren im Soll.

      

Nach dem Spiel war Essen angesagt und eine Besichtigung des Trophäenraumes des kanadischen Eishockeyverbandes durch Svend Wiehle, einem ehemaliger Spieler der Eisbären Juniors und Schüler am SLZB aus dem Jahrgang 81. Er hat in Calgary seine zweite Heimat gefunden und die Eisbären zu dieser Führung  eingeladen.  Auf der Rückfahrt zum Hotel erfüllten wir noch einen Herzenswunsch der Mannschaft und hielten beim Wall-Markt an. Der letzte Programmpunkt an diesem Tag war um 19.00 Uhr der Sattel-Dom,  das NHL Spiel Calgary vs. Tampa machte alle schon Nervös. Das soll es für heute gewesen sein. Morgen beginnt der Tag mit 5.30 Uhr. Frühstück.

   

Verbleibe wie immer mit besten Grüßen

Andreas Gensel