Die U17 in Köln

Nach unserer tollen Moskau-Reise ging es am Wochenende zu zwei Spielen zum Tabellenführer aus Köln. Da die Eisbären als Zweiter anreisten, konnte man von einem Spitzenspiel sprechen und es sollte eine Standortbestimmung sein.

Trotz der langen Busfahrt fanden die Eisbären gut ins Spiel und erarbeiteten sich schnell Spielanteile. Ein Schwerpunkt im Training der zurückliegenden Woche war Druck zum Tor mit drei Angreifern und konsequentem Torabschluss und dies sollte das Team entsprechend umsetzen. In der 7. Minute brachte Alex Berger den Puck druckvoll zum Tor und Eric Hördler stand richtig und war bereit zum Rebound, als die Scheibe vom Goalie abprallte. Es stand 1:0 und dies war ein guter Auftakt der Selbstvertrauen brachte und die Eisbären agierten weiter. Die erste Reihe brachte über Steinberger den Puck kontrolliert ins Kölner Drittel, spielte auf Kevin Handschuh und der sah den frei stehenden Nikita Krymskiy vorm Tor: 2:0 Eisbären. Jetzt war die Richtung eigentlich vorgegeben. Eigentlich! Aber nach 10 Minuten nahmen sich die Eisbären etwas zurück, Köln kam besser ins Spiel und in der 16. Minute gelang Köln der Anschluss zum 1:2. Es gelang aber, mit der Führung in die erste Pause zu gehen.

Vom Fakt her waren wir zufrieden mit dem ersten Drittel aber es waren noch 40 Minuten zu Spielen. Die Eisbären fanden wieder besser ins Spiel und in der 23. behielt Eric Hördler den Überblick, sah den frei stehenden Alex Berger und der traf zum 3:1. Die Eisbären bekamen das Spiel immer besser unter Kontrolle und in der 30. Spielminute las Eric Hördler erneut das Spiel richtig, legte den Puck ins freie Eis, wo Alex Berger dann 1 auf 0 zum Tor ging und den Puck mit der Rückhand unter den Matten des Torwartes zum 4:1 ins Tor rutschen ließ. Leider kam die Zufriedenheit ins Spiel der Eisbären zurück und nur 1 Minute später gelang Köln das 2:4 Aber die Eisbären stabilisierten sich wieder und konnten mit 2 Toren Vorsprung in die zweite Pause gehen.

4:2 ist ein gefährliches Ergebnis. Zwar hat man eine 2-Tore-Führung, aber mit einem Tor der Gegners ist das Spiel wieder offen. Also galt es, ein schnelles Gegentor vermeiden. Köln fand allerdings besser ins letzte Drittel und in der 44.Minute gelang ihnen der Anschlusstreffer. Zu meiner Freude blieben die Eisbären aber stabil und nur eine Minute später brachte Alessandro Falk den Puck von der blauen Linie zum Tor, vor dem viel Verkehr war. Die Schreibe rutschte durch 4 oder 5 Spieler hindurch und auch am Torwart vorbei ins Tor. Köln erhöhte jetzt nochmals die Schlagzahl, die Eisbären hielten allerdings dagegen. 90 Sekunden vor Spielende nahm Köln eine Auszeit, zog den Torwart und brachte den 6. Feldspieler. Mehrere Befreiungsschläge endeten mit einem Icing, aber 45 Sekunden vor dem Ende behielt Nikita Krimskiy die Ruhe und traf aus dem eigenen Drittel zum 6:3-Endstand in das Tor. Die Freude war groß, ich war stolz auf die Eisbären, die am Ende auch verdient gewonnen haben.

 

Das Spiel am Sonntag sollte erst um 12.00 Uhr  beginnen und so traf  ich mich mit den Jungs um 8.00 Uhr zum Frühsport. Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es von Kaarst um 9.45 Uhr ins Eisstadion nach Köln. Normal benötigt der Busfahrer für die Strecke maximal 45 Minuten. Trotz und vielleicht auch auf Grund zweier Navi-Geräte verfuhr er sich und so benötigten wir 90min bis zur Eishalle. Nach einer kurzen Spieleinweisung ging es zügig aufs Eis. Köln eröffnete mit hoher Intensität und die Eisbären standen regelrecht neben sich und kamen regelmäßig zu spät. Es wirkte, als säßen sie immer noch im Bus. In der vierten Minute hatten die Eisbären einen kompletten Blackout. Innerhalb von 6 Sekunden fielen 2 Treffer für Köln. Erst mal durchatmen, Ruhe bewahren. Das positive war, daß erst 4 Minuten gespielt waren und irgendwann ging auch bei den Eisbären das Licht an und sie fanden zurück ins Spiel. In der 9. Minute brachte Bryan Heinicke den Puck von der blauen Linie aufs Tor, den Rebound spielte  Alex Berger zu Eric Hördler und der erzielte den 1:2-Anschlusstreffer. Das Spiel war jetzt wieder offen und die Eisbären bekamen immer mehr Spielanteile. In der 12. Spielminute  – Köln hatte gerade Überzahl  – brachte Bryan Heinicke den Puck aus dem eigenen Drittel, Kevin Handschuh erlief sich den Puck hinter der gegnerischen Torlinie, sah Nikita Krimskiy frei im Slot und der verwandelte zum 2:2. Alles war wieder auf Anfang gestellt. So ging es in die erste Pause.

Ich lobte die Jungs für ihren Charakter, das Momentum lag bei uns und ich war überzeugt, daß sie das zweite Drittel besser eröffnen würden.  Beide Teams fanden gut in das Spiel zurück, es wogte hin und her und blieb intensiv. Als in der 32. Minute die Eisbären ein Überzahlspiel hatten, dauerte es 20 Sekunden, bis Serafin Hörl einen back-door-Pass auf Alex Berger spielte und der die kleine Lücke zwischen Torwart und Pfosten fand. Es stand jetzt 3:2 für die Eisbären, welche jetzt selbstbewusster agierten. In der 35. Spielminute setzten die Eisbären einen Doppelschlag. Innerhalb von 15 Sekunden stand es durch Tore von Nikita Krimskiy und Leon Steinberger 5:2. Das Spiel war gedreht und mit diesem Zwischenstand ging es auch in die zweite Pause.

Es war zu spüren, daß der Akku sich leerte und so lautete die Vorgabe, clever zu agieren, das Spiel zu kontrollieren und die Punkte am Ende mit nach Berlin zu nehmen. Die Eisbären waren dann auch in der Lage die Vorgaben umzusetzen und Rihards Bukarts im Tor war immer zur Stelle und ein sicherer Rückhalt, als Köln den Druck noch mal erhöhen konnte. Es dauerte bis zur 57. Minute, ehe Köln einen abgefälschten Puck zum 3:5 im Eisbärentor unterbringen konnte. Die Eisbären ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken, brachten den 2. Sieg des Wochenendes nach Hause und tauschten mit Köln die Plätze in der Tabelle.

Ein Wochenende mit allen Facetten die unseren tollen Sport ausmachen. Ich hatte mit der U17/16 in den letzten drei Jahren trotz vieler ups and downs immer Erfolg, aber so eine Stabilität und Glücksmomente zu diesem Saisonzeitpunkt hat es nicht gegeben. Ich bin sehr Stolz auf das Eisbärenteam und freue mich auf die weitere Saison.

Am Nächsten Wochenende ist Deutschland-Cup-Pause. Alle DEB-Ligen pausieren und unser Torwart Rihards Babulis und unser Kapitän Kevin Handschuh sind zur Nationalmannschaft der U17 eingeladen. Das freut mich sehr für die beiden und ich wünsche ihnen viel Erfolg.

Allen Interessierten wünsche ich noch einen schönen Sonntag und verbleibe mit besten Grüßen.
Andreas Gensel